Bild: Kiss, Andras. 2010 // Flickr

Bild: Kiss, Andras. 2010 // Flickr


pdf-icon

ExRotaprint

ExRotaprint ist ein Gewerbestandort in Mieterhand im Berliner Wedding. ExRotaprint schließt Spekulation und den Profit durch Eigentum aus, und richtet den Fokus auf eine heterogene Nutzung aus „Arbeit, Kunst, Sozialem“.

… mehr zu ExRotaprint

Print Friendly, PDF & Email

Ein Baudenkmal ohne Perspektive…und was dann?

Heterogenität … z.B. durch ein sozial integratives Konzept als Motor

Anfang

Motivation_ExRotaprintGrafik vom Gebäude: ExRotaprint gGmbH Projektlabor – http://www.exrotaprint.de/

Print Friendly, PDF & Email

ExRotaprint soll ein offener Ort für alle gesellschaftlichen Gruppen sein. Im Erbbaurechtsvertrag sind die Nutzungsziele langfristig abgesichert, im Gesellschaftervertrag der ExRotaprint gGmbH ist die Gewinnverwendung festgeschrieben. Diese Bindungen gelten über die Anfangszeit des Projektes hinaus und sichern den gemeinnützigen, nicht-profitorientierten und sozial integrativen Ansatz von ExRotaprint auch in Zukunft ab.

Im Erbbaurechtsvertrag ist die paritätische Vermietung an Gewerbebetriebe, soziale Einrichtungen und Kreative für 99 Jahre festgeschrieben. Auch zukünftig muss ExRotaprint diese heterogene Vermietung erfüllen. Die Umwandlung der Flächen in Loftwohnen oder die Verdrängung einzelner Gruppen aus finanziellen Gründen wird so verhindert.  Zudem schließt die Gemeinnützigkeit von ExRotaprint den Profit einzelner Gesellschafter*innen aus und richtet den Fokus auf die Nutzung der Immobilie.

Print Friendly, PDF & Email

Motivation_klein_ExRotaprint

Print Friendly, PDF & Email
Gelände der Esso Häuser (2015) © Tuğçe Demir

Gelände der Esso Häuser (2015) © Tuğçe Demir


pdf-icon


Esso Häuser Hamburg

Die Esso Häuser waren ein Gebäudekomplex aus Wohnhäusern und einem Gewerberiegel mit Tankstelle (Esso) und Cubs im Hamburger Stadtteil St.Pauli. Nach dem Verkauf des Areals plante der Investor den Abriss des Gebäudekomplexes sowie eine Neubebauung des Areals. Die Initiative der Esso Häuser stellte sich gegen diese Planung und setzte sich für den Erhalt und die Instandsetzung der Gebäude ein. Die Bausubstanz wurde im Jahre 2013 als so marode dargestellt, dass eine Zwangsräumung stattfand. Daraufhin folgte der Abriss. Die Initiative formulierte Forderungen, welche ihrem Bild von Stadt gerecht wurden: gegen den Ausverkauf der Stadt und für eine gerechtere und soziale Stadtentwicklungspolitik, welche sich an die Bedürfnisse der Bewohner richtet. Dem entsprechend steht die Initiative auch für ein umfangreiches Beteiligungsverfahren.

… mehr zu den Essohäusern

Print Friendly, PDF & Email

Eine Stadt für Alle!?

… gemeinsam am Recht auf Stadt arbeiten

Anfang

Motivation_EssoHaeuser

Print Friendly, PDF & Email

Die Stadtpolitik in Hamburg und der damit einhergehende Verkauf der Esso Häuser an einen Investor verursachte großes Aufsehen in der Bevölkerung, da die derzeitige Entwicklung den kompletten Stadtteil verändert und die dort lebenden Personen aus den attraktiven und zentralen Standorten verdrängt.

Die Initiative setzt sich für die Belange des Stadtteils ein, indem sie auf Grundlage der Bedarfe des Stadtteils Forderungen wie beispielsweise 100% geförderten Wohnungsbau auf dem Areal formuliert . Diese Forderungen ermöglichen eine Verhandlungsbasis mit den beteiligten Akteuren, um sich den Zielvorstellungen zu nähern. In den Verhandlungen hat man sich auf 60% geförderten Wohnungsbau (davon 5.700qm Sozialwohnungen und 3.000qm genossenschaftlicher Wohnungsbau) und 40% freifinanzierte (etwa 6.000qm Mietwohnungen / keine Eigentumswohnungen) geeinigt.

Quelle:

Print Friendly, PDF & Email

Motivation_klein_EssoHaeuser

Print Friendly, PDF & Email
1. Bild: Nachname, Vorname. 2010 // Link

Bild: Nachname, Vorname. 2010 // Link


pdf-icon


Kalkbreite

Auf einer Tramabstellanlage entstand 2014 der Wohn- und Gewerbebau Kalkbreite der Züricher Genossenschaft Kalkbreite. Hierbei entstand Wohnraum für über 260 Personen sowie Gewerbe-, Dienstleistungs- und Kulturräume mit rund 200 Arbeitsplätzen. Günstige Mieten, ein breites Angebot unterschiedlicher Wohnungsgrössen und -typen und eine Vielfalt an Räumen zur gemeinschaftlichen Nutzung sind eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte soziale Durchmischung und die Integration in die Quartiersstruktur.

… mehr zur Kalkbreite

Print Friendly, PDF & Email

Wie kann ein Projekt die Umgebung beleben?

Einen Anziehungspunkt arrangieren
z.B. durch innovative Nutzungen wie die Intendanz Rosengarten

Anfang

Motivation_Kalkbreite

Print Friendly, PDF & Email

Neben den oben genannten Punkten spielte die Beteiligung der künftigen NutzerInnen in Aufbau und Betrieb, die gemeinschaftliche Nutzung der Innen- und Außenräume und der Austausch, sowie Suffizienz eine wichtige Rolle für das erste Bauprojekt. Das Herz des Projektes bildet der große in neun Metern Höhe auf der überdachten Abstellanlage gelegene quartieröffentliche Hof.

Ressourcen schonen heißt auch teilen. In der Kalkbreite bedeutet dies: Räume, die nur ab und zu genutzt werden, sollen nicht in der privaten Mietfläche enthalten sein, sondern allen zur Verfügung stehen. Der individuelle Raumbedarf kann so zugunsten gemeinschaftlich genutzter Flächen minimiert werden. Den Mieterinnen der Wohnungen und der Gewerberäume steht deshalb eine Vielzahl an Gemeinschaftsräumen für unterschiedliche Nutzungen zur Verfügung. Die zentralen Gemeinschaftsräume wie Halle und Caféteria sind dabei für alle jederzeit frei zugänglich; andere Räume dagegen, wie z.B. die multifunktionalen Flex-Raum, werden stunden- oder tageweise gemietet.

Quellen:

Print Friendly, PDF & Email

Motivation_klein_Kalkbreite

Print Friendly, PDF & Email