Zusammenküche in der #Plangarage // 22.06.2019 ab 10:00

Zusammenküche in der #Plangarage

Samstag, 22.06.2019 ab 10:00

Wir wollen euch einladen zur gemeinsamen Bau- und Kochaktion mit Dinner und Musik am kommenden Samstag, den 22. Juni!

Ab 10:00 Uhr

Baubeginn Küche auf Rädern vor unserer Garage. Unterstützt werden wir von den Selbstbau-Expert*innen von ConstructLab. Parallel heißt es: Dinner planen! Was soll gekocht werden? Wie stehen die Tische? Was brauchen wir zum Kochen? Für Junge, Alte und alle dazwischen gibt es außerdem einen Workshop zur Gestaltung der neuen Küche.

Ab 19.00 Uhr

Dinner und Musik. Wir weihen das gemeinsam Gebaute ein und wollen mit euch auf das schon Geschaffte und das noch Geplante anstoßen!

Sonntag, 23. Juni

Noch nicht genug gebaut? Kommt vorbei und unterstützt uns dabei, die mobile Möbelfamilie um eine Bar zu zu ergänzen!

BRINGT EURE IDEEN, WERKZEUGE, KOCHUTENSILIEN UND MUSIKINSTRUMENTE MIT!

Wir freuen uns auf einen handwerklich kulinarischen Austausch zwischen Allen, die schon da sind und Allen, die dazukommen wollen!

Die mobile Küche soll in Zukunft im Rathausblock unterwegs sein für alle, die dort kochen, planen, sich treffen und die neue Nachbarschaft mitgestalten wollen. Wenn ihr als Gruppe oder Nachbar*innen dabei sein wollt bei dem, was auf dem Dragonerareal entsteht, kommt vorbei!

Wenn ihr Lust habt mit dabei zu sein, gebt uns gern eine Rückmeldung, dann ist die Vorfreude noch größer 🙂

Kontakt: zusammenstelle@rathausblock.org

Wir freuen uns auf euch!

Eure Initiativen des Vernetzungstreffen Rathausblock, ZusammenStelle , Constructlab

Die Bauworkshops werden gefördert durch das Förderprogramm Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften (FEIN) (Workshop Samstag) sowie den Kiezfonds Rathausblock (Workshop Sonntag).

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What’s next? – Kooperationsvereinbarung: Von großen Forderungen und ersten Schritten

Kooperationsvereinbarung: Von großen Forderungen und ersten Schritten

Seit vielen Jahren kämpfen wir um eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des sogenannten Dragonerareals in Berlin-Kreuzberg. Im Jahr 2015 haben wir damit die Privatisierung durch den Bund an einen privaten Investor verhindert. Jetzt können wir zwei weitere Erfolge feiern: Das Grundstück ist eeeeendlich ans Land Berlin übertragen (jetzt wirklich!) und es gibt eine Kooperationsvereinbarung unter zivilgesellschaftlicher Beteiligung zur weiteren Entwicklung des Geländes und des umgebenden Rathausblock-Quartier. Die Kooperationsvereinbarung wurde am Montag, 17. Juni 2019, unterzeichnet und wir wollen sie hier kurz vorstellen und bewerten, insbesondere dahingehend inwiefern sie unseren Forderungen entspricht und was noch zu tun bleibt.

Teilhabe und Mitbestimmung im Verfahren

Es war schon sehr lang unsere Forderung, dass zivilgesellschaftliche Initiativen gleichberechtigt der städtischen Verwaltung gegenüber die zukünftige Entwicklung des Geländes mitbestimmen darf. Um diese Forderung umzusetzen wurde im vergangenen Jahr ein Übergangsgremium, der Gründungsrat, damit beauftragt eine Kooperationsvereinbarung zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft auszuhandeln. Im Gründungsrat sind Zivilgesellschaft und Politk/Verwaltung – zu gleichen Teilen vertreten – beteiligt. Die Kooperationsvereinbarung legt nun fest, dass diese gleichberechtigte Zusammenarbeit auch im weiteren Verfahren im Zukunftsrat Rathausblock und in weiteren Gremien und Arbeitsgruppen weitergeführt wird. Dass diese Art der paritätischen Kooperation aufgrund von ungleich verteilten Ressourcen und Entscheidungskompetenzen nicht automatisch zu Augenhöhe führt haben wir an anderer Stelle schon einmal ausführlich reflektiert. Auch in Zukunft wird es daher darauf ankommen auch Druck von außen auf das Verfahren zu machen, um die Stimmen zu stärken, die aktuell ihr Zuhause verlieren.

100% wirklich bezahlbare Mieten

Eine unser zentralen Forderungen war von Anfang an, dass auf dem Dragonerareal zu 100% wirklich bezahlbare Mieten in Wohnen und Gewerbe entstehen müssen. Die Kooperationsvereinbarung spricht nun von „100 % leistbarem und bedarfsgerechten Wohnraum für vielfältige Lebensmodelle“. Soweit, so gut. Was das genau im Detail heißt (vor allem in Miethöhen) und wie das umgesetzt wird, ist weiterhin offen. An Mietenkonzepten soll gemeinsame gearbeitet werden, auch hier erwarten wir in der Zukunft Auseinandersetzungen.

100% dauerhaft abgesichert und Bodenpolitik

Bezahlbare Mieten brauchen wir nicht nur heute, sondern auch morgen und für immer. Anders als im klassischen sozialen Wohnungsbau müssen sie dauerhaft abgesichert sein. Zur Umsetzung dieser Forderung gibt es in der Kooperationsvereinbarung noch keine konkreten Ideen. Es wird aber an mehreren Stellen darauf verwiesen, dass die einzelnen Flächen zur Bebauung im Erbbaurecht vergeben werden sollen. Solche Erbbaurechtverträge ermöglichen die dauerhafte Festschreibung von sozialen Zielen. Eine weitere Forderung von uns war es, dass über eine solche Bodenpolitik nicht nur gesamtstädtische Interessen z.B. durch die Verwaltung vertreten sind, sondern auch die der Mieter*innen und der Nachbarschaft. Zur Frage wie das umgesetzt werden kann sieht die Kooperationsvereinbarung eine Konzeptentwicklung vor.

Demokratisierung und Trägervielfalt

Unsere Forderungen umfassen nicht nur die Mitbestimmung bei Planungsverfahren, sondern auch die Demokratisierung der Institutionen die Wohn- und Gewerberaum bauen und verwalten, also zum Beispiel der landeseigenen Wohnungsunternehmen. Um eine dauerhafte Mitbestimmung über die Nachbarschaft zu ermöglichen, bedarf es der Trägervielfalt. Nicht ein landeseigenes Unternehmen soll alle Wohnungen und Gewerbe bauen, sondern viele unterschiedliche öffentliche und kollektive Akteure. Diese zentrale Forderung wird bisher durch Regelungen im Übertragungsvertrag vom Bund an das Land blockiert, in diesem wurde ohne Notwendigkeit festgelegt, dass 90% der Fläche von städtischen Unternehmen entwickelt werden sollen. Hier sehen wir eine der größten Hürden für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung mit Vielen.

Alles in allem…

… ist mit der Kooperationsvereinbarung ein großer, aber nur ein erster Schritt gemacht. Durch 8-jähriges Nerven(aufreiben), öffentlichen Protest und kleinteilige Arbeit haben wir gemeinsam mit vielen anderen Initiativen, organisiert im Vernetzungstreffen Rathausblock, diesen Schritt und die Übertragung ans Land Berlin erkämpft. Zeit oder einen Grund zum Zurücklehnen gibt es (leider) nicht – wir bleiben mit euch dran für eine Stadt von Unten.

Initiative Stadt von Unten, 17.06.2019

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Pressemitteilung, 17.06.2019: Kooperationsvereinbarung für Modellprojekt #Rathausblock #Kreuzberg unterzeichnet – Quartier mit dem sog. #Dragonerareal wird gemeinwohlorientiert entwickelt

 

Foto von Frank Sperling // www.franksperling.net

Pressemitteilung, 17.06.2019

Kooperationsvereinbarung für Modellprojekt Rathausblock Kreuzberg unterzeichnet: Quartier mit dem sog. Dragonerareal wird gemeinwohlorientiert entwickelt

Der Kreuzberger Rathausblock mit dem sog. Dragonerareal soll in den nächsten Jahren kooperativ und gemeinwohlorientiert entwickelt werden. Dazu haben heute Vertreter*innen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, des Vernetzungstreffens Rathausblock, des Forums Rathausblock, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und der WBM Wohnungsbaugesellschaft Mitte mbH vor Ort im Club Gretchen eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung legt die Grundzüge der künftigen Entwicklung des Rathausblocks fest. Sie definiert ein Leitbild und regelt die Zusammenarbeit der Kooperationspartner*innen. Außerdem legt sie einen Zeitplan für die städtebauliche Entwicklung bis zur Schaffung von Planungsrecht bis Ende 2021 sowie für weitere Projektvereinbarungen vor.

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher erklärt dazu:

„Seit 2015 kämpft Berlin parteiübergreifend für das Dragonerareal in städtischer Hand. Daraus folgt auch die besondere Verantwortung des Berliner Senats für die Zukunft dieses innerstädtischen Areals und das Interesse der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen an der erfolgreichen Etablierung eines Modellprojekts. Stadt machen in Kreuzberg heißt auch: Zusammenarbeiten mit einer vielfältigen und hochengagierten Nachbarschaft und Kommunalpolitik, unterschiedliche Ziele unter einen Hut bringen sowie Konflikte aushalten und konstruktiv lösen. Um die Kooperationsvereinbarung wurde lange und anfangs kontrovers gerungen. Sie ist das Ergebnis eines gemeinsamen Lernprozesses über gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung, kooperative Stadtproduktion, das Miteinander unterschiedlicher Nutzungen und der Erhalt kleinteiligen Gewerbes sowie einen behutsamen Umgang mit dem baukulturellen Erbe und der Geschichte des Ortes.“

Florian Schmidt, Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzberg:

„Das Dragonerareal ist ein Modellprojekt für kooperative Stadtentwicklung. Neben dem Haus der Statistik steht das Dragonerareal berlinweit für neue Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung. Hier zeigen Senat und Bezirk, dass wir es ernst meinen mit dem Neubau von bezahlbarem Wohnraum, aber auch mit neuen Räumen für Kultur, Soziales und Gewerbe. Dabei geht es uns auch darum, Selbstverwaltung und genossenschaftlichen Modellen Raum zu geben.“

Enrico Schönberg, Vernetzungstreffen Rathausblock:

„Der Abschluss der Kooperationsvereinbarungen ist ein weiterer wichtiger Schritt für ein Modellprojekt selbstverwaltet und kommunal mit 100% leistbaren Mieten. Mit seit 8 Jahren andauernder Hartnäckigkeit auf Seiten der Initiativen wurde der Verbleib der ehemaligen Dragonerkaserne in Gemeinbesitz erreicht. Diese Beharrlichkeit wird nun gemeinsam entlang der Vereinbarungen für eine soziale, inklusive und ökologische Stadtentwicklung im Rathausblock und Umgebung eingesetzt. Es gilt die Vereinbarungen in der Zukunft mit Leben zu füllen und alle Möglichkeiten für deren Umsetzung zu nutzen.“

Angela Brown, Vertreterin des Forums Rathausblock:

„Für mich bezieht sich der Modellcharakter des Projektes nicht nur auf die Kooperation selbst und ihre Verfahren. Mit den formulierten Zielen und mit der Projektliste wollen wir zukunftsträchtige, fortschrittliche Lösungen für konkrete Probleme der städtischen Entwicklung ermöglichen. Das betrifft Wohnen, Arbeiten und Leben in ressourcenschonender, gemeinwohlorientierter Weise – abseits der Spekulation mit Boden und Wohnraum. Jetzt fängt die Arbeit erst an!“

Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH:

„Kooperationen nehmen in der Liegenschaftspolitik des Landes einen immer größeren Stellenwert ein. Wir sind froh ein Teil davon zu sein und damit für eine positive Entwicklung des Dragonerareals zu stehen. Unser Fokus liegt vor allem auf der gemeinsamen sozialverträglichen Entwicklung des Gewerbeanteils. Bei dieser Art von Verfahren treffen verschiedene Welten aufeinander, es kommt auch mal zu Diskrepanzen und alle Seiten müssen Kompromissbereitschaft zeigen. Eine spannende Herausforderung, die der Entwicklung Berlins nützt.“

Christina Geib, Geschäftsführerin der WBM Wohnungsbaugesellschaft Mitte mbH:

„Der Rathausblock ist ein besonderes Stück Berlin. Die Bedürfnisse von aktuellen wie kommenden Nutzerinnen und Nutzern sowie die Erwartungen der Anwohnenden treffen hier in besonderer Weise aufeinander. Die WBM gestaltet bereits heute mit Erfolg komplexe Quartiere an anderen Orten in Berlin. Wir wollen an der gemeinschaftlichen Entwicklung dieses Areals mitwirken, hier dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum schaffen und zu einer vielfältigen Mischung von Nutzerinnen und Nutzern beitragen.“

Kooperationsstrukturen: Gemeinsame Steuerung von Stadtgesellschaft und Politik

Die Kooperationsvereinbarung wurde in den letzten Monaten von einem Gründungsrat erarbeitet, dem Vertreter*innen aller sechs Kooperationsparteien angehören. Er wird jetzt zum Zukunftsrat, der den partizipativen Entwicklungsprozess steuert. Die Stadtgesellschaft kann sich im zweimonatlichen Forum Rathausblock, in Laboren, Werkstätten und offenen Arbeitsgruppen einbringen und vernetzen. Im Juli beginnt ein städtebauliches Werkstattverfahren, das ein städtebauliches Konzept und Nutzungen für die Entwicklung des Dragonerareals und angrenzende Grundstücke definiert. Dieses Verfahren bildet die Grundlage für den Bebauungsplan. Das Fundament dafür haben Zivilgesellschaft, Bezirk, Senatsverwaltung, BIM und WBM in den letzten zwei Jahren erarbeitet.

Leitbild: Für ein inklusives und zukunftsweisendes Quartier mit 100% leistbaren Mieten

Ziel ist, den Rathausblock als Modellprojekt zu einem vielfältigen, inklusiven und ökologisch zukunftsweisendem Stadtquartier mit 100 % leistbarem und bedarfsgerechten Wohnraum, bestehendem und neuem Gewerbe sowie Kultur zu entwickeln. Der Boden soll dauerhaft in kommunalem Eigentum verbleiben, Teilgrundstücke in Erbbaurecht vergeben werden. Kommunale und selbstverwaltete Strukturen sollen zusammengeführt, Wohnprojekte für gemeinschaftliches, generationenübergreifendes und inklusives Wohnen zur Miete ermöglicht werden. Außerdem soll ein Lern- und Geschichtsort entstehen. Gemeinsamer Anspruch ist es, das vorhandene Gewerbe auf dem Areal zu erhalten.

Der Rathausblock: Ein Ort mit wechselhafter Geschichte

Der Rathausblock befindet sich mitten in Kreuzberg, zwischen Obentrautstraße, Mehringdamm, Yorckstraße und Großbeerenstraße. Im Inneren liegt die ehemalige Garde-Dragoner-Kaserne – das 4,7 Hektar große sog. „Dragonerareal“. Dieses ist als Denkmalbereich geschützt und weist mehrere Baudenkmale auf. Vor seiner Bebauung im 19. Jahrhundert war es Teil einer gemeinschaftlich genutzten Weidefläche – des „Upstalls“. In der Kaserne ist Anfang des 20. Jahrhunderts das 1. Garde-Dragoner-Regiment stationiert, das aktiv an der Niederschlagung des sogenannten “Januaraufstandes“ im Jahr 1919 beteiligt ist und dabei schwere Übergriffe, darunter Misshandlungen und Erschießungen von sieben Parlamentären, begeht. Seit den 1920er Jahren wird das Areal als Gewerbestandort genutzt. Initiativen, engagierten Einzelpersonen und Politik ist es nun gelungen, das Dragonerareal für das Gemeinwohl zu sichern. 2016 wurde der Rathausblock als Sanierungsgebiet ausgewiesen und ein kooperativer Prozess begonnen, der mit der Kooperationsvereinbarung auf eine tragfähige Grundlage gestellt wird. Das Dragonerareal ist eines der letzten großen innerstädtischen Potentiale für bezahlbaren Wohnraum und die Berliner Mischung aus Wohnen und Gewerbe.

Weitere Informationen finden Sie unter www.berlin.de/rathausblock-fk/aktuelles/presseinformationen

  • Die Pressemitteilung als .pdf
  • Kooperationsvereinbarung als .pdf

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KLEINE SOMMERFEIEREI IN DER #PLANGARAGE @RATHAUSBLOCK // 17.06.2019 um 19:00

Es ist geschafft.

Auf dem Weg für ein Modellprojekt für sozialen Neubau sind weitere Hürden genommen worden. Der Bundestag und auch der Bundesrat haben der Übertragung des sog. Dragonerareals an das Land Berlin zugestimmt. Und Montag wird eine Kooperationsvereinbarung zum Rathausblock unterschrieben. Die Kooperationspartner*innen, das sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, die Berliner Immobilienmanagement (BIM), die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (wbm) sowie Delegierte aus dem Forum Rathausblock (offenes Forum) und dem Vernetzungstreffen Rathausblock (Vernetzung der Initiativen).

Wir feiern das erstmal mit einer kleinen Sommerfeierei in der Plangarage.

 

Wann: Montag, 17.06.2019 ab 19:00
Wo:Plangarage @Rathausblock
(Obentrautstr. 19-21 in Kreuzberg)

 

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Pressekonferenz zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum #Rathausblock // 17.06.2019 um 11:00 @ClubGretchen

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung über die weitere Zusammenarbeit im Modellprojekt Rathausblock Kreuzberg mit dem Dragonerareal

Berlin, 12.06.2019

Der Kreuzberger Rathausblock mit dem sog. Dragonerareal soll in den nächsten Jahren kooperativ und gemeinwohlorientiert entwickelt werden. Ein neues Stadtquartier mit bezahlbarem Wohnraum, bestehendem und neuem Gewerbe und Kultur entsteht. Mit der Übertragung des sog. Dragonerareals vom Bund an das Land Berlin ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Dem sind jahrelange Aktivitäten von Initiativen, engagierten Einzelpersonen und Politik vorausgegangen, das Areal als innerstädtische Fläche für das Gemeinwohl zu sichern. Aus dem bisherigen gemeinsamen Engagement ist der Wille entstanden, ein Modellprojekt zu entwickeln. Dies erhält mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Partner*innen Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Vernetzungstreffen Rathausblock, Forum Rathausblock, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und WBM Wohnungsbaugesellschaft Mitte mbH eine verlässliche Grundlage.

Auf einer Pressekonferenz stellen wir die Vereinbarung über die künftige Entwicklung und Zusammenarbeit im Modellprojekt Rathausblock Kreuzberg vor und unterzeichnen diese.

Wo: Club Gretchen
Obentrautstraße 19-21
10963 Berlin-Kreuzberg
Wann: Montag, 17. Juni 2019, 11:00 Uhr

Ihre Gesprächspartner*innen:

  • Katrin Lompscher (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen)
  • Florian Schmidt (Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Enrico Schönberg (Vernetzungstreffen Rathausblock)
  • Angela Brown (Forum Rathausblock)
  • Birgit Möhring (Geschäftsführerin, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH)
  • Christina Geib (Geschäftsführerin, WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH)

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Weitere Informationen zum Modellprojekt Rathausblock Kreuzberg finden Sie unter https://www.berlin.de/rathausblock-fk/

  • Einladung zur Pressekonferenz  als .pdf
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MIETENWAHNSINN DEMO // 06.04.2019

DEMONSTRATION: Am 06. April 2019 gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

Im Anschluss an die große Demonstration gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn im April 2018 geht es nun wieder gemeinsam auf die Straße.

am Samstag 6. April 2019, 12 Uhr ab Alexanderplatz


Der Mietenwahnsinn schreitet weiter voran. Nach wie vor werden Menschen durch steigende Mieten verdrängt und zwangsgeräumt. Kiezläden, Gewerbe und Nachbarschaften werden zerstört. Menschen erfrieren während Häuser leer stehen. Doch das letzte Jahr stand auch im Zeichen zahlreicher Proteste und Aktionen, die uns Mut machen: 25.000 Menschen haben im April 2018 in Berlin kämpferisch gegen hohe Mieten und Verdrängung demonstriert, unzählige Mieter*innen organisieren sich in Hausgemeinschaften, Leerstand wurde besetzt und Zwangsräumungen wurden blockiert. In Kreuzberg verhinderten Kiezinitiativen weltweit zum ersten Mal einen Google Campus. Gestärkt durch diese Erfolge mobilisieren wir dieses Jahr erneut zu einer Demonstration in Berlin. Auch in vielen anderen Städten wird an diesem Tag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung demonstriert!

Wir unterstützen die Demonstration, und wir würden uns freuen, wenn auch ihr das tut!

Informationen rund um die Demonstration in Berlin findet ihr unter:

https://mietenwahnsinn.info/demo-april-2019/

Als UnterstützerInnen können sich Gruppen, Organisationen und Initiativen hier eintragen:

https://mietenwahnsinn.info/demo-april-2019/gruppe-eintragen/

Informationen zu den bundesweiten Aktivitäten findet ihr unter:

https://mietenwahnsinn.info/demo-april-2019/andere-staedte/

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Pressemitteilung: Rathausblock/Dragonerareal: stadtpolitische Initiative verweigert Mitarbeit an Werkstatt zur „Beteiligung“

Pressemitteilung 04.04.2019

Die Initiative Stadt von Unten verweigert die Mitarbeit in der Werkstatt für die Bau- und Nutzungsanforderungen am 11. Und 12. April, bevor nicht die lange versprochene Kooperationsvereinbarung der beteiligten Akteure unterzeichnet ist und weil Zeitpunkt und Format der Veranstaltung eine breite Beteiligung nicht zulassen.

Am 11. Und 12. April laden die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zu einer zweitägigen Beteiligungsveranstaltung vor, bei der die Bau- und Nutzungsanforderungen an die Entwicklung im Sanierungsgebiet Rathausblock, in dem auch das Dragonerareal liegt, erarbeitet werden sollen. Die stadtpolitische Initiative Stadt von Unten, die an der Verhinderung der Privatisierung des Geländes beteiligt war, setzt sich gemeinsam mit anderen Initiativen seit Jahren für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des Geländes in einem kooperativen Prozess zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft (organisiert im Vernetzungstreffen Rathausblock und im Beteiligungsverfahren) ein. Zu diesem Zweck ist es gelungen in einem paritätisch besetzten Gründungsrat die Ausarbeitung einer Kooperationsvereinbarung voranzutreiben.

Dass nun inhaltliche Pflöcke eingeschlagen werden sollen, bevor diese Kooperationsvereinbarung unterzeichnet ist, sieht die Initiative Stadt von Unten als Konterkarieren der zugesagten Kooperation. Aus diesem Grund hat sie sich entschieden, die Werkstatt zu boykottieren.

Ihre Position legt sie in einem offenen Brief „Mischen impossible! Warum kaum jemand in diesem Nutzungskarussell mitfährt“ dar:

„Die Ergebnisse des bisherigen Beteiligungs- und Kooperationsprozesses müssen endlich abgesichert werden! Der richtige Ort hierfür ist die Kooperationsvereinbarung, die nach wie vor nicht unterzeichnet ist. Eine baldige Bebauung des Geländes ist wichtig, also bitte: Lasst uns endlich zum Abschluss der Kooperationsvereinbarung kommen.Lernt zu kooperieren! Endlich!“

Außerdem kritisiert die Initiative, dass der Zeitpunkt der Werkstatt unter der Woche tagsüber eine tatsächliche Beteiligung aus der Nachbarschaft unmöglich macht, dazu heißt es im Offenen Brief:

„Ihr hängt die Hürden zu hoch für eine „offene“ Werkstatt: Statt auf dem Dragonerareal sichtbar zu werden, verschwindet ihr im Rathaus. Statt zu den Menschen zu gehen, mit denen ihr ins Gespräch kommen wollt, sollen sie zu euch finden. Statt in vielen Sprachen einzuladen, hofft ihr darauf, dass alle eure Sprache sprechen. Ihr versprecht einen „Realitätscheck“ – aber wessen Realität soll hier gecheckt werden? Die der Verwaltung?“

Links und Informationen:

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Mischen impossible! – Warum kaum jemand in diesem Nutzungskarussell mitfährt.

Mischen impossible! – Warum kaum jemand in diesem Nutzungskarussell mitfährt.

Ein offener Brief an die Einladenden der „Werkstatt zu den Bau- und Nutzungsanforderungen im Rathausblock“ am 11./12. April 2019

Wenn auf Einladung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg nächste Woche Donnerstag und Freitag die Werkstatt für die Bau- und Nutzungsanforderungen zum Sanierungsgebiet Rathausblock stattfindet und nach Aufforderung an „Nutzungskarusellen“ gedreht und rumgemischt wird, werden wir – die Mitglieder der Initiative Stadt von Unten – arbeiten, lernen oder unsere Kinder betreuen. Wie viele weitere Anwohner*innen, Interessierte und seit Jahren am Rathausblock Engagierte werden wir nicht teilnehmen an eurer Werkstatt, denn sie findet unter der Woche und tagsüber statt! Ihr hängt die Hürden zu hoch für eine „offene“ Werkstatt: Statt auf dem Dragonerareal sichtbar zu werden, verschwindet ihr im Rathaus. Statt zu den Menschen zu gehen, mit denen ihr ins Gespräch kommen wollt, sollen sie zu euch finden. Statt in vielen Sprachen einzuladen, hofft ihr darauf, dass alle eure Sprache sprechen. Ihr versprecht einen „Realitätscheck“ – aber wessen Realität soll hier eigentlich gecheckt werden? Da wird kein Hehl drauß gemacht, es geht „vor allem um Fachämter, Träger, Dienstleister etc. die eingebunden werden sollen.“ Die Verwaltung unterhält sich mit sich selbst und stellt dies als Beteiligung dar.

Stadt von Unten tritt für eine Planung mit Vielen für Viele ein. Das bedeutet konkret: Nutzungsanforderungen lassen sich am besten gemeinsam mit den (zukünftigen) Nutzer*innen, d.h. mit den Menschen die hier arbeiten, wohnen, spazieren gehen, tanzen und ihre Nachbar*innen treffen (werden), ermitteln. Dass dies möglich ist, zeigen die Initiativen des Vernetzungstreffen Rathausblock seit Jahren: Wir organisieren Nachbarschaftsversammlungen, Garagengespräche, das Nachbarschaftsfest Dragonale und leisten nicht zuletzt kontinuierlich Beziehungsarbeit mit vielen Menschen und Gruppen – So „beteiligen“ wir längst mehr Menschen, als die Vielzahl beauftragter professioneller Beteiligungsbüros. Erst am 25. März haben wir erneut auf einer Nachbarschaftsversammlung mit mindestens 50 Nachbar*innen über deren Vorstellungen zur weiteren Entwicklung des Rathausblock gesprochen. Mit unseren Forderungen nach Bezahlbarkeit, dem Schutz der Bestandsmieter*innen und der Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse treten wir für mehr Zugangsgerechtigkeit ein – ein Anliegen, das konterkariert wird durch eine Werkstatt, die nur einer kleinen Gruppe besonders Engagierter mit besonders großen zeitlichen Ressourcen offen steht. Von dieser Art von Karussellfahrten ist uns schon ganz schwindlig.

Die Bau- und Nutzungsanforderungen sind ein wichtiger Schritt hin zu einem Modellprojekt, das wir lieber früher als später umsetzen wollen. Aber bevor ihr wild drauflosmischt mit euren Nutzungen, müssen wichtige Fragen beantwortet werden:

 

  1. Was wurde in fast zwei Jahren zäher Beteiligung erarbeitet?
  2. Was fehlt? Welche Stimmen wurden nicht gehört? Welche Bedürfnisse bisher ignoriert?
  3. Und vor allem: Was tun um eine tatsächlich breite Beteiligung zu erreichen?

Die erste Frage lässt sich nur beantworten mit denjenigen, die mit viel Geduld und Arbeitseinsatz (Zwischen-)Ergebnisse errungen haben im Beteiligungs- und Kooperationsverfahren. Diese Ergebnisse müssen endlich abgesichert werden! Der richtige Ort hierfür ist die Kooperationsvereinbarung zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die nach wie vor nicht unterzeichnet ist.

Erst wenn die gemeinsamen Ziele definiert sind, wird der Weg frei für die Umsetzung des Modellprojekts. Es liegt nicht an uns, dass die Kooperationsvereinbarung noch nicht fertig ist: Erst mussten wir über ein dreiviertel Jahr darauf hinwirken, dass diese überhaupt in einem verbindlichen und entscheidungsbefugten Gremium erarbeitet werden kann und aktuell werden dort immer wieder bereits vereinbarte Punkte – wie der Bestandsschutz der Gewerbetreibenden – in Zweifel gezogen. Eine baldige Bebauung des Geländes ist wichtig, also bitte: Lasst uns die Prioritäten endlich an der richtigen Stelle setzen und zum Abschluss der Kooperationsvereinbarung kommen.

Die zweite Frage erweitert den Kreis an Menschen und Bedürfnissen, der bisher vertreten ist. Um konkrete Menschen und Akteure einzubeziehen, braucht es aber eine konkrete Ansprache! An eine Analyse der Fehlstellen im bisherigen Beteiligungsprozess muss sich deswegen eine gezielte Zusammenarbeit mit konkreten Akteuren (und deren Vertreter*innen) anschließen, erst mit diesen kann gemeinsam auch die dritte Frage beantwortet werden.

Wir wollen gerne diese Fragen mit euch beantworten! Lernt zu Kooperieren! Endlich!

Initiative Stadt von Unten, 04.04.2019

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DREI DONNERSTAGE + DREIMAL GEMEINSAM BAUEN + DREI KÄSTEN BIER = EINE PLANGARAGE

Die ZusammeStelle lädt ein:

DREI DONNERSTAGE + DREIMAL GEMEINSAM BAUEN + DREI KÄSTEN BIER = EINE PLANGARAGE

Das Dragenonerareal wird sich ändern. Lasst es uns so machen wie wir – die Vielen – es uns wünschen. Jetzt ist der Moment dafür. Denn schon diesen April werden erste Pflöcke für zukünftige Nutzungen auf dem Dragonerareal eingeschlagen. Aber auf dem Areal fehlt ein Raum für eine Planung mit Vielen und mit Euch! Bevor es losgeht mit den offiziellen Werkstätten wollen wir Raum schaffen für eine Planung „von unten“. Die Plangarage soll in diesem Jahr erster Treffpunkt, Archiv, Arbeitsraum, Projektionsfläche und Stellplatz für eine Flotte mobiler Möbel werden, mit denen wir ausschwärmen und das Areal erkunden wollen.

Wir beginnen mit drei Workshops und einem ersten mobilen Möbel für eine Planung mit Vielen und mit Euch:

Donnerstag, 21. März, ab 15:00 Uhr
Mit Bier und Akkuschrauber geht es los!

Donnerstag, 28. März, ab 17:00 Uhr
Ordnung ist die halbe Plangarage! Wir bauen ein Archiv und durchforsten gesammeltes Wissen und Wunderliches.

Donnerstag, 04. April, ab 17:00 Uhr
Wir zeigen was wir haben! Das Displaymöbel macht Wissen mobil. Kommt alle vorbei!

Wo?

  • Plangarage auf dem sog. Dragonerareal
  • Garagenzeile hinter dem Finanzamt
  • Obentrautstraße 19-21
  • U.Bhf. Mehringdamm

Die Plangarage ist ein von der Initiative Stadt von Unten initiiertes Projekt und wird in diesem Frühjahr mit der ZusammenStelle und ConstructLab ausgebaut.

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Versammlung zum #Dragonerareal – Unsere Forderungen? Eure Forderungen?

Unsere Forderungen, Eure Forderungen?

Versammlung zum Dragonerareal

Ihr wohnt im Rathausblock oder Kreuzberg 61? Euch interessiert, was am Dragonerareal gerade passiert? Euch interessiert, was die Initiativen am Dragonerareal fordern? Ihr habt selber Ideen und Forderungen zum Dragonerareal?

Stadt von Unten und das Vernetzungstreffen Rathausblock laden ein zu einer Versammlung zum Dragonerareal:

Montag, 25.03.2019, 19:00-21.00 Uhr
Club Gretchen
Obentrautstraße 19-21, U-Bhf. Mehringdamm

Die Privatisierung ist verhindert, das Grundstück wird in das Eigentum des Landes Berlin übergehen. Umso wichtiger ist es nun, den Druck aufrecht zu erhalten, um auf dem Dragonerareal ein Modellprojekt „100% Selbstverwaltet& Kommunal“ zu realisieren. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie das Dragonerareal in der Zukunft aussehen soll. Die daraus entstandenen Ideen und Forderungen möchten wir euch im Gretchen vorstellen und uns mit euch dazu austauschen!

Kommt vorbei und diskutiert mit!

Stadt von Unten und das Vernetzungstreffen Rathausblock

  • Flyer für die Versammlung als .pdf
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Selbstverwaltet und Kommunal

Her mit dem Berliner Modellprojekt in Kreuzberg61 auf dem sogenannten Dragonerareal. Wir wollen dort:

100% Mieten
keine Eigentumswohnungen und Eigentumsprojekte

100% Teilhabe
ohne Eigenkapital, Einlage oder Anteilszeichnung

100% wirklich soziale Mieten
Mieten, die auch für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, tragbar sind

100% dauerhaft abgesichert
Privatisierungen werden ausgeschlossen

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