„Informationsveranstaltung“ zur vorbereitenden Untersuchung Rathausblock am 07.04.2016 im Rathaus Kreuzberg

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Am 07.April 2016 findet die vermutlich abschließende Veranstaltung im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung zum Sanierungsgebiet „Rathausblock und Ruhlsdorfer Straße“ statt.

Wir haben Euch in der Vergangenheit dazu aufgerufen hinzugehen und dabei auch kritisch zu bleiben. Dies möchten wir an dieser Stelle wiederholen. Hinterfragt Begriffe wie „soziale Mischung“ und überprüft ob die dort gemachten Ergebnisse auch mit dem übereinstimmen, was auf den vorherigen Veranstaltungen von den TeilnehmerInnen erarbeitet worden ist. „Was tun wir, wenn das nicht der Fall ist? Was passiert mit den Ergebnissen und welche Träger und Verwaltungen nehmen anschließend Einfluß auf diese Ergebnisse?“, dass sind Fragen die uns umtreiben, Ihr bringt sicher noch weitere mit.

Die Veranstaltung findet statt

„ am 7. April 2016
„ von 18.00 bis 21.00 Uhr
„ im Rathaus Kreuzberg, BVV-Saal
„ Yorckstraße 4-11, 10965 Berlin.

 

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Pressemitteilung: Bundesfinanzminister versus Bundesbauministerin – Wo bleibt das Bündnis gegen den Ausverkauf?

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Am Donnerstag, den 3. März, stimmt der Finanzausschuss des Bundesrats erneut über die Privatisierung einer bundeseigenen Liegenschaft in der Berliner Innenstadt ab. Das 1,6 Hektar große Grundstück in der Stallschreiberstraße in Mitte erbrachte im Höchstbieterverfahren satte 29,1€ Millionen, geboten von der Immobilienfirma formart aus Essen. Die Abstimmung im Bundesrat findet ironischerweise gleichzeitig zum „Nationalen Kongress zum Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ statt, zu dem die Bundesbauministerin, Barbara Hendricks, geladen hat. Ebenso gleichzeitig stimmt der Bundesrat über die Vorlage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zum „Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus“ ab: Das Gesetz fördert allerdings nicht günstige Mieten in kommunalen Beständen, sondern die Renditeinteressen privater Investoren. Steuererleichterungen für private Bauträger schaffen keinen wirklich bezahlbaren, langfristig abgesicherten Wohnraum.

Während also das eine Bundesministerium über „Wohnungsbau als gesellschaftliche Aufgabe“ informiert, lässt das andere Bundesministerium die Länderfinanzminister_innen über den Ausverkauf der Stadt abstimmen und verteilt gleichzeitig Steuergeschenke an Investoren.

Stadt von Unten fragt daher:

„Wie passt das zusammen? Wann wird die Bundesregierung endlich geschlossen gegen Privatisierung und Mietpreistreiberei vorgehen? Wann wird endlich der öffentliche Wohnungsbau gefördert und nicht länger die privaten Profitinteressen von Investoren?“

Im September letzten Jahres hatte sich der Bundesrat bereits gegen die Privatisierung des sogenannten Dragonerareals durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gestellt. Die BImA, unter ihrem Dienstherrn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, weigert sich seither den Verkauf rückabzuwickeln. Der erneute Verkauf einer Liegenschaft zum Höchstpreis zeigt noch einmal, dass Schäuble nicht an einer sozialen Stadtentwicklung interessiert ist. Im Gegenteil, er arbeitet aktiv dagegen. Denn auf dem so genannten Dragonerareal und auch in der Stallschreiberstraße könnte wirklich bezahlbarer Wohnraum entstehen, der in Berlin für breite Bevölkerungsschichten dringend benötigt wird und das nicht nur als Feigenblatt. Zu den jeweils gebotenen Höchstpreisen von 36 Millionen bzw. 21,9 Millionen Euro ist die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum aber schlicht unmöglich. Sie liegt auch nicht im Interesse der privaten Investoren. Die Dragonerhöfe GmbH wirbt auf der Homepage der dahinterstehenden Immobilienfirma mit „maximum profit, minimum risk“, formart der potentielle Käufer der Stallschreiber Straße wirbt mit „attraktiven Renditen“ für ihre Anleger. In beiden Bieterverfahren hatten auch städtische Wohnungsbaugesellschaften ein Gebot abgegeben, das allerdings unter den Höchstgeboten der Privaten blieb. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften wissen, dass der Kaufpreis direkt auf die Bezahlbarkeit der Mieten durchschlägt.

Stadt von Unten setzt sich seit langem gegen die Privatisierung des so genannten Dragonerareals und für die Entwicklung eines Modellprojekts für eine Stadt von Unten ein, das 100% bezahlbare Wohn- und Gewerbemieten langfristig absichert und so einen echten Beitrag zu einer sozialen Stadtpolitik leistet.

Kontakt: info@stadtvonunten.de

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Erklärung zur Beteiligungswerkstatt am Samstag, 30. Januar 2016

Anbei veröffentlichen wir eine Erklärung die auf der Beteiligungswerkstatt am Samstag, 30. Januar 2016 zur Vorbereitenden Untersuchungen zum Sanierungsgebiet Rathausblock/Ruhlsdorfer Straße abgegeben wurde.

ERKLÄRUNG:

Wir, Vertreter*innen verschiedener Kreuzberger Initiativen, möchten vorab bezüglich dieser Veranstaltung, aber auch gegenüber dem Beteiligungsverfahren insgesamt, unsere Kritik ausdrücken.

Zwar sehen wir für die jetzigen Mieter*innen auf dem Dragoner-Areal mit einem (umfassenden) Sanierungsgebiet eine Chance, einer möglichen Verdrängung durch Privatisierung und Verkauf entgegenzuwirken. Dennoch gibt es genügend Erfahrungen in der Vergangenheit und Gegenwart, dass dieses Instrument nicht ausreicht, um

  • eine wirkliche Einbindung aller Betroffenen zu ermöglichen
  • Privatisierung, Verkauf und Verdrängung tatsächlich zu verhindern.

Wir setzen uns für den Erhalt nachbarschaftlicher und kieznaher Zusammenhänge ein – und damit für eine Zukunft des Geländes im Sinne einer sozialverträglichen Stadtentwicklung. Wir möchten das Gelände in einem stadtgesellschaftlichen Prozess dauerhaft gestalten.

Wir fordern dringend die umgehende Rückabwicklung des Verkaufsverfahrens zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und der Dragonerhöfe GmbH – gemäß der eindeutigen Entscheidung des Finanzausschusses des Bundesrats im September 2015.

Bezugnehmend auf die vorbereitenden Untersuchungen und die Zukunft des Dragoner-Areals fordern wir außerdem:

  • öffentliches Gelände bleibt in öffentlicher Hand
  • Bestandsschutz für die jetzigen Nutzer*innen und Mieter*innen
  • 100 % wirklich bezahlbare Mieten für Wohnraum, kieznahes Gewerbe und Räume für sozio-kulturelle Initiativen, keine Eigentumsbildung
  • dauerhaft abgesichert
  • öffentlicher Zugang zum Gelände

Wir unterstützen weiterhin, den auf der ersten Bürger*innenversammlung am 08.12.2015 formulierten Aufruf nach einem mietfreien „Kiezraum“ auf dem Dragoner-Areal umzusetzen. Begonnene Diskussions- und Gestaltungsprozesse brauchen (einen) Raum, um vertieft werden zu können.

Uns Bürger*innen muss vor Abschluss der Untersuchung die Möglichkeit gewährt werden, die Ergebnisse einsehen zu können, zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten, wenn sie nicht abbilden, was in dem Beteiligungsverfahren herausgearbeitet wurde.

Wir weisen auf den aktuellen Druck hin, dem die Nachbar*innenschaft in diesem Stadtteil durch steigende Mieten, Verdrängung und Verwertung ausgesetzt sind.

30. Januar 2016

Das Vernetzungstreffen von Aktiven aus den Initiativen:

Mieter*innenschaft Dragoner-Areal, Nachbarschaftsinitiative Dragopolis, Initiative Stadt von Unten, Stadtteilinitiative Wem Gehört Kreuzberg, Initiative Gedenkort Januaraufstand, Upstall Kreuzberg e.V. – Verein für soziale und nachhaltige Stadtentwicklung, Nachbarschaftinitiative Großbeerenkiez, Kiezzeitschrift Kreuzberger Horn, Kiezbündnis am Kreuzberg

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Presseinformation: Beteiligungswerkstatt im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung am Sa. 30.01.2016

Presseinformation vom 29.01.2016
Stadt von Unten – selbstverwaltet und kommunal

Beteiligungswerkstatt im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung am Sa. 30.01.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle möchten wir Sie auf die am Samstag ausstehende Beteiligungswerkstatt zur „Vorbereitende Untersuchungen Rathausblock/Ruhlsdorfer Straße in Friedrichshain-Kreuzberg“ aufmerksam machen. Im Rathausblock befindet sich auch das umstrittene sogenannte Dragonerareal. Die Beteiligungswerkstatt ist die zweite Veranstaltung im Rahmen der durch den Senat von Berlin beschlossenen vorbereitenden Untersuchung.

Das Dragonerareal in Berlin-Kreuzberg61 sollte von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im Höchstpreisverfahren veräußert werden. Der Finanzausschuss des Bundesrates hat letztlich dem Verkauf nicht zugestimmt (am 10.September 2015). Das Bundesfinanzministerium für Finanzen verweigert sich nun mehr seit fast fünf Monaten den mit dem Höchstbieter Dragonerhöfe GmbH unter Vorbehalt geschlossenen Kaufvertrag rückabzuwickeln.

Aus dem Bundesfinanzministerium ist seit Monaten nur folgende Antwort des Parlamentarische Staatssekretär Jens Spahn zu hören:

„Die Willensbildung über die aus der Entscheidung des Finanzausschusses des Bundesrates zu ziehenden Konsequenzen ist gegenwärtig noch nicht abgeschlossen.“

Die BImA ist nicht bereit Auskunft zum Stand der Rückabwicklung zu geben, längst schon ist die Rückabwicklung selbst ein Politikum. An der Beteiligungswerkstatt, wird nach telefonischer Auskunft im Gespräch mit Stephan Regeler (Verkaufsleiter für Berlin) kein Vertreter der BImA teilnehmen, man habe keine Lust sich in „Kreuzberg kreuzigen zu lassen.“

Stadt von Unten hierzu: „Das Bundesfinanzministerium stellt mit ihrem Vorgehen das Beteiligungsverfahren unter einen schlechten Stern, wenn selbst die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Angst vor einer Teilnahme äußern.“

An die Bürgerinnen und Bürger sendet das Bundesfinanzministerium ein weiteres Signal, denn was ist davon zu halten, wenn Politik sich nach Gutdünken an Beschlüsse hält und am Ende doch Wolfgang Schäuble entscheidet. Statt sich um neue Steuergeschenke für „Investoren“ zu bemühen, sollte er die zielgenaue Unterstützung der Kommunen im Fall der bundeseigenen Grundstücke vorantreiben.

Die Veranstaltung findet diesmal in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer statt.

Vorbereitende Untersuchungen Rathausblock/Ruhlsdorfer Straße in Friedrichshain-Kreuzberg

Beteiligungswerkstatt
am 30. Januar 2016
11.00 bis 16.00 Uhr
im Bildungs- und Technologiezentrum der HWK Berlin, Mehringdamm 14

 

Mit freundlichen Grüßen

Stadt von Unten

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Beteiligungswerkstatt am Samstag, 30. Januar 2016

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Wie ihr wisst hat der Senat im August 2015 mit der vorbereitenden Untersuchung des „Sanierungsgebiet Rathausblock/Ruhlsdorfer Straße“ begonnen. Teil dieses Gebiets ist das sogenannte Dragonerareal. Eine erste der ursprünglich zwei BürgerInnenveranstaltung hat stattgefunden.

In einem unserer Newsletter haben wir uns noch gefragt ob zwei Bürgerveranstaltung nicht ein bischen wenig sind, das hatten sich die TeilnehmerInnen der letzten Veranstaltung ebenfalls gefragt. Als Reaktion wird es am 30.Januar von 11:00-16:00 eine Werkstatt geben die sich in der Hauptsache mit „Leitlinien für die städtebauliche Entwicklung“ auseinandersetzen wird.

Auch diesmal von uns: Geht hin, bleibt kritisch und bringt dort Eure Forderungen und „Leitziele“ zum Stadtteil ein. Wir wollen aber auch die Frage stellen: Was passiert eigentlich mit unseren „Wünschen und Erwartungen“, wenn wir diese in die Veranstaltung tragen? Wer fängt damit eigentlich genau was an? Und… sollen wir nur wünschen dürfen, oder dürfen wir auch Fordern fordern?

Der Termin:
Beteiligungswerkstatt am
Samstag, 30. Januar 2016 von 11.00 – 16.00 Uhr
im Bildungs- und Technologiezentrum
der Handwerkskammer Berlin
Mehringdamm 14, 10961 Berlin

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Gretchen liest im Gretchen – Eine Lesung // Sonntag, 24.01.2016

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Gretchen liest im Gretchen? – Hinter diesem Bonmot verbirgt sich eine ganz besondere Lesung. Gretchen Dutschke-Klotz und Christoph Ludszuweit lesen aus dem Briefwechsel 1978/79 „Mut und Wut“ aus Anlass des 5. Todestages von Peter-Paul Zahl.

So 24.01 – 19.00
im Club Gretchen
Obentrautstr. 19-21
10963 Berlin – Kreuzberg
Eintritt 4 €

Mut und Wut – ist eine Hommage an Rudi Dutschke und Peter-Paul Zahl. Stimmen aus der Vergangenheit vermischen sich mit der Gegenwart.
Keiner der beiden Protagonisten hat diese Publikation erlebt. Peter-Paul Zahl, der von 1972 bis 1982 als politischer Gefangener im Gefängnis saß, Untergrunddrucker (u.a. Agit 883) und libertärer Schriftsteller aus dem Milieu der radikalen Linken mit zuletzt deutsch-jamaikanischer Doppelstaatsbürgerschaft, starb am 24.1. 2011 in Port Antonio, Jamaika. Mit Rudi Dutschke, deutscher marxistischer Soziologe und politischer Aktivist und Wortführer der westdeutschen und West-Berliner Studentenbewegung der 1960er Jahre, stand er 1978/1979 in einem Briefwechsel – ein spannungsgeladener Austausch über biografische Wurzeln, die geeignete Strategie eines Widerstandes gegen das herrschende System, die Bewertung der DDR, internationale Solidarität und die eigene Positionierung innerhalb einer zunehmend zerstritterenen linken Bewegung – ein wichtiges Stück Zeitgeschichte. Dutschke war mit Gretchen Dutschke-Klotz verheiratet, mit der er drei Kinder hatte. Er starb 1979 an den Spätfolgen eines Attentats, bei dem er 1968 schwere Hirnverletzungen davongetragen hatte.

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Einladung zum 11.01.2016 – GESCHICHTSORT: DRAGONERAREAL

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Die Nachbarschaftsinitiative „Dragopolis“ und die „Initiative Gedenkort Januaraufstand “ laden zu einer Lesung mit Musik und begleitender Ausstellung ein, um an die zentrale Bedeutung der Dragonerkaserne während des Januaraufstandes 1919 und an die am 11.01.1919 hier ermordeten sieben Parlamentäre aus dem besetzten Vorwärtsgebäude zu erinnern.

Lesung mit Musik

Zeitdokumente, Gedichte, Lieder
Montag, 11.01.2016 um 19.30 Uhr
Gelände hinter dem Finanzamt,
zwischen Mehringdamm / Obentrautstraße / Großbeerenstraße
im Club „Gretchen“
Obentrautstr. 19 – 21, 10963 Berlin – Kreuzberg
U1, U6, U7 (Mehringdamm), Bus 140, 248, M19, M29, M41

Zum Hintergrund unserer Veranstaltungen:

Das Dragonerareal ist manchen vielleicht bisher bekannt durch den Biomarkt LPG, den Club „Gretchen“, das Finanzamt, diverse Autowerkstätten sowie die vielfältigen Medienmeldungen und Aktionen zu einem geplantem Verkauf im Höchstpreisverfahren durch die BImA in den letzten Monaten.
Am 10.09.2015 wurde der Verkauf des Geländes an eine Investorengruppe vorerst durch den Beschluss des Finanzausschusses des Bundesrats gestoppt, allerdings ist der Verkauf noch nicht rückabgewickelt! Initiativen, AnwohnerInnen und NutzerInnen engagieren sich weiterhin intensiv mit vielfältigen Aktionen, um eine gemeinwesenorientierte Nutzung des Geländes mitzugestalten und zu erkämpfen.

Weniger bekannt ist die Geschichte des Dragonerareals und insbesondere, was an diesem Ort am 11.01.1919 geschehen ist: im Zuge des Januaraufstandes wurde das nahegelegene Zeitungsviertel besetzt. Nach Artilleriebeschuss schickten die von den Regierungstruppen belagerten Besetzer des Vorwärtsgebäudes unbewaffnete Parlamentäre zu Verhandlungen zu den Regierungssoldaten. Auf dem Kasernenhof wurden die Parlamentäre Wolfgang Fernbach (Redakteur), Karl Grubusch (Mechaniker), Walter Heise (Schmied), Erich Kluge (Kutscher), Werner Möller (Klempner), Arthur Schöttler (Werkzeugmacher) und Paul Wackermann (Schlosser) ermordet. Anschließend wurden dort mehrere hundert Häftlinge zusammengetrieben und misshandelt.

Wir möchten diese geschichtlichen Ereignisse in unserem Stadtteil deutlich machen und mit unseren Kulturveranstaltungen dazu beitragen, dass auf dem Gelände ein aktiver Gedenk- und Geschichtsort entstehen kann.

Zum Ablauf und Inhalt der Veranstaltung am 11.01.2016:

Wir möchten die Lebenswege der Parlamentäre bis zu ihrer Ermordung nachzeichnen. Als „Roter Faden“ dient uns hierbei der Text „Erinnerungen an Spartakus: Mathilde Jacob und Wolfgang Fernbach“ von David Fernbach, dem Enkel von W. Fernbach. Isabel Neuenfeldt und Lennard Körber begleiten mit Gesang und Akkordeon die Lesung mit Liedern und Gedichten u. a. von Rilke, Tucholsky, Mühsam….

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Guten Rutsch…

Wir wünschen euch und uns allen einen guten Rutsch und mehr als 100% Gesundheit und Kraft für die kommenden Aufgaben und Pläne…

Eure Stadt von Unten

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Bild: Julia Förster / Jahresausklang 20.12.2015

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Her mit dem Kiezraum! – Initiative Stadt von Unten fordert einen Vermietungsstopp auf dem #Dragonerareal

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„Wir brauchen Raum, um eine weitere Entwicklung des Geländes gemeinsam erarbeiten zu können.“

Diese Forderung stellten am 8. Dezember 2015 Anwohner*innen und Initiativen auf der ersten Beteiligungsveranstaltung zur vorbereitenden Untersuchung für ein Sanierungsgebiet „Rathausblock“ rund um das sogenannte Dragonerareal. Und das ganz wörtlich: In allen Diskussionsrunden der Veranstaltung wurde einhellig der Wunsch nach einem „Kiezraum“ formuliert, einem nachbarschaftlich organisierten Treffpunkt für Planung, Beteiligung und Begegnung.
Die Nachbarschaftsinitiative Dragopolis hat diese Forderung gestern in einem Offenen Brief an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bekräftigt. Nötig sei:
„ein beheizbarer Raum von ausreichender Größe auf dem Gelände“, damit „die jetzigen Nutzerinnen und Nutzer, die Anwohnerinnen und Anwohner und alle anderen stadtpolitisch Aktiven ihre Bedürfnisse und Vorstellungen für Leben und Wohnen, Arbeiten und Genießen, Ruhe und Intensität auf dem und rund um das Dragonerareal eigenständig einbringen können.“
Zuvor hatte bereits der Runde Tisch Liegenschaftspolitik in seiner 15. Sitzung am 9. Dezember 2015 die Forderung unterstützt. In einem Brief an den Senat und die mit der vorbereitenden Untersuchung beauftragte Planergemeinschaft Kohlbrenner eG macht der Runde Tisch deutlich:

„Es gibt eine ganze Reihe von Berliner, deutschlandweiten und europäischen Beispielen, in denen ein solcher Raum und die damit gegebene Möglichkeit der Begegnung und des Austausches erheblichen Anteil an einer besseren planerischen Kultur und qualitativ höherstehende bauliche Ergebnisse hervorgebracht hat.“

Die Initiative Stadt von Unten fordert die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu einem sofortigen Vermietungsstopp der derzeit leer stehenden Räume auf, bis diese Forderung erfüllt ist:

„Ein Nachbarschaftsraum als Ort für die Entwicklung von Ideen und für eine wirkliche Beteiligung der Nutzer*innen, Anwohner*innen und Initiativen hat absolute Priorität, damit die tatsächliche Gestaltung eines Stadtteils von Unten gelingen kann.“

Als einziger Raum in geeigneter Größe auf dem Areal, der sofort und ohne aufwendige Sanierungsarbeiten zur Verfügung stehen würde, eignet sich ein bis vor kurzem als Galerie genutzte Raum. Mit dabei ein Versammlungs- und Ausstellungsraum von etwa 60m², ideal für gemeinsame Treffen der MieterInnen auf dem Areal und der AnwohnerInnen. Da die Räume zuvor als Galerie genutzt worden sind, könnten Zwischenergebnisse der Planung und Beteiligung der Öffentlichkeit hier präsentiert werden.

Stadt von Unten fordert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt dazu auf, dieser Forderung Rechnung zu tragen und einen solchen Nachbarschaftsraum in Zusammenarbeit mit der BImA zu ermöglichen.

Forderung nach Kiezraum auf vorbereitender Untersuchung 08.12.2015 // Foto:Planergemeinschaft

Forderung nach Kiezraum auf vorbereitender Untersuchung 08.12.2015 – Foto: Planergemeinschaft

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Offener Brief an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (#BImA) fordert Kiezraum auf #Dragonerareal

An dieser Stelle dokumentieren wir den Offenen Brief der Nachbarschaftsinitiative Dragopolis. Wir stehenen vollumfänglich hinter den dort gemacht Forderungen.


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Nachbarschaftsinitiative Dragopolis engagiert sich seit einigen Monaten für eine öffentliche, vielfältige, bezahlbare, gemeinwohlorientierte Nutzung des Dragonerareals. In den nächsten Monaten werden wir uns dafür einsetzen, dass sich ein Prozess herausbilden kann, bei dem die jetzigen Nutzerinnen und Nutzer, die Anwohnerinnen und Anwohner und alle anderen stadtpolitisch Aktiven ihre Bedürfnisse und Vorstellungen für Leben und Wohnen, Arbeiten und Genießen, Ruhe und Intensität auf dem und rund um das Dragonerareal eigenständig einbringen können.

Dafür fordern wir für nachbarschaftliches und stadtpolitisches Engagement, für Veranstaltungen und Treffen einen beheizbaren Raum von ausreichender Größe auf dem Gelände.

Diese Forderung fand auf der Bürger*innenveranstaltung zur vorbereitenden Untersuchung “Sanierungsgebiet Rathausblock/Ruhlsdorfer Straße” am 08.12.2015 im Rathaus Kreuzberg seitens der Nachbar*innen und Besucher*innen der Veranstaltung uneingeschränkte Unterstützung. Auch der Runde Tisch Liegenschaftspolitik hat auf seiner 15. Sitzung am 09.12. 2015 diese Forderung begrüßt und befürwortet das Anliegen der Nachbar*innen und Initiativen im Rathausblock ausdrücklich. Die Forderung ist somit als Teil eines breiteren Bürger*innenwillens zu verstehen und zu respektieren.

Mit dieser Forderung wollen wir nach vorne schauen – aber dabei die Vergangenheit mit in den Blick nehmen. Denn das Dragonerareal ist auch ein Ort deutscher Geschichte. Die Ermordung von sieben Parlamentären im Rahmen des Januaraufstandes 1919 erfolgte hier. Und in der NS-Zeit wurden auf dem Areal Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Diese Geschichte gilt es weiter aufzuarbeiten und einen Geschichtsort Dragonerareal zu gestalten.

Zur Übergabe geeigneter Räumlichkeiten und die Aushändigung der Schlüssel wenden Sie sich bitte an die oben genannte Adresse der Nachbarschaftsinitiative.

In Erwartung Ihrer baldigen Antwort,
– Nachbarschaftsinitiave Dragopolis –

Berlin, 15. Dezember 2015

Anlagen:

  • Offener Brief von Dragopolis als .pdf
  • Schreiben des Runden Tisch Liegenschaftspolitik als .pdf
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Selbstverwaltet und Kommunal

Her mit dem Berliner Modellprojekt in Kreuzberg61 auf dem sogenannten Dragonerareal. Wir wollen dort:

100% Mieten
keine Eigentumswohnungen und Eigentumsprojekte

100% Teilhabe
ohne Eigenkapital, Einlage oder Anteilszeichnung

100% wirklich soziale Mieten
Mieten, die auch für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, tragbar sind

100% dauerhaft abgesichert
Privatisierungen werden ausgeschlossen

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