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ExRotaprint
ExRotaprint ist ein Gewerbestandort in Mieterhand im Berliner Wedding. ExRotaprint schließt Spekulation und den Profit durch Eigentum aus, und richtet den Fokus auf eine heterogene Nutzung aus „Arbeit, Kunst, Sozialem“.
Grafik vom Gebäude: ExRotaprint gGmbH Projektlabor – http://www.exrotaprint.de/
Die ExRotaprint gGmbH finanziert die Entwicklung des Geländes durch die Vermietung der Räume. Das Vermietungskonzept sieht die langfristige Vermietung an gewerbliche Nutzungen aus den Bereichen “Arbeit, Kunst, Soziales” vor. Wei-tere Einnahmen werden durch die kurzfristige Vermietung des Projektraums und der Gästewohnungen generiert.
Mit den Mieteinnahmen werden der jährlich an die Stiftungen zu entrichtenden Erbbauzins, Zins und Tilgung des Baukredits, laufende Sanierungsarbeiten, sowie das komplette Management und die Entwicklung des Geländes finanziert.
Die Esso Häuser waren ein Gebäudekomplex aus Wohnhäusern, einem Gewerberiegel mit Tankstelle (Esso) und Clubs im Hamburger Stadtteil St.Pauli. Nach dem Verkauf des Areals plante der Investor den Abriss des Gebäudekomplexes sowie eine Neubebauung des Areals. Die Initiative der Esso Häuser stellte sich gegen diese Planung und setzte sich für den Erhalt und die Instandsetzung der Gebäude ein. Durch den Protest und die präzise Formuliere von für den Stadtteil wichtigen Bedarfe und Forderungen hat die Initiative die Vorarbeit für einen breiten Beteiligungsprozess und die Möglichkeit einer Stadtentwicklung von Unten geleistet.
Die genauen Finanzstrukturen der Initiative sind nicht bekannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Großteil der Arbeit von Freiwilligen getragen wird, welche von der Vorstellung einer gerechteren und demokratischeren Stadt geleitet werden. Zudem ist die Initiative der Esso Häuser in ein breites Netzwerk (vorwiegend aus der politisch und kulturell linken Szene wie beispielsweise, z. b. das Recht auf Stadt Netzwerk, die Rote Flora oder die FC St Pauli Fan Szene) eingebunden.
Kalkbreite
Auf einer Tramabstellanlage entstand 2014 der Wohn- und Gewerbebau Kalkbreite der Züricher Genossenschaft Kalkbreite. Hierbei entstand Wohnraum für über 260 Personen sowie Gewerbe-, Dienstleistungs- und Kulturräume mit rund 200 Arbeitsplätzen. Günstige Mieten, ein breites Angebot unterschiedlicher Wohnungsgrössen und -typen und eine Vielfalt an Räumen zur gemeinschaftlichen Nutzung sind eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte soziale Durchmischung und die Integration in die Quartiersstruktur.
Die Tätigkeit der Genossenschaft ist gemeinnützig – der Ertrag besteht fast ausschließlich aus den Mietzinsen. Aus ihnen muss der Aufwand für Kreditzinsen, Fondseinlagen für Erneuerung und Amortisation, Abgaben, Verwaltung, Unterhalt etc. beglichen werden. Den grössten Teil des benötigten Anteilkapitals müssen die Wohnungs- und GewerbemieterInnen mit dem proportional zur beanspruchten Nutzfläche berechneten Pflicht-Anteilkapital (216 €/m2 – Pflichtanteil mind. 830 Euro) einbringen. Daneben halten auch Genossenschaftsmitglieder, die nicht in der Kalkbreite wohnen (Mitgliederstand Mai 2016: 1300) sowie ein Dutzend Züricher Wohnbaugenossenschaften und die Stadt Zürich einen Teil des Anteilkapitals. Monatlich ist ein Mietzins (Staffelung nach Zimmeranzahl, Geschoß, Orientierung) mit Nebenkosten und ein Solidaritätsbeitrag zu zahlen.Das Anteilkapital wird gemäß Statuten nicht verzinst. Alle Mietenden beteiligen sich an einem Solidaritätsfonds und an den Grundkosten der gemeinschaftlichen Einrichtungen. Kooperationen und Partnerschaften mit sozialen Institutionen fördern die Durchmischung und Chancengleichheit.






