„Wir bieten 100%“ // Öffentliche Gebotsabgabe bei der #BImA // Donnerstag, 31.7.2014

Aktion mit rollendem Euro am Wittenbergplatz ab 11:40
Ziel:
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Fasanenstraße 87, 10623 Berlin

 

Ein-Euro-Gebot rollt durch City-West
„Wir bieten 100%“ – Selbstverwaltet und Kommunal

 

Am Donnerstag, den 31.7.2014 ist Stichtag für die Abgabe von Angeboten für das 4,7 Hektar große ehemalige Kasernengelände hinter dem Finanzamt in Berlin-Kreuzberg, das der bundeseigenen BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) gehört. Auch das „Bündnis Stadt von Unten“ wird an diesem Tag für die Stadtgesellschaft ein Gebot abgeben. „Wir bieten 100%“ heißt, das Gelände soll öffentlicher Besitz bleiben und entsprechend der 100% Forderungen entwickelt werden:

100% Mietwohnungen 
100% wirklich soziale Mieten 
100% dauerhaft abgesichert
100% Teilhabe

– Selbstverwaltet und Kommunal – 

Um dieses Gebot zu unterstreichen wird ein 1,5 Meter hoher, symbolischer Euro den Ku´Damm hinunter zum Sitz der BImA in der Fasanenstraße gerollt werden. Dies soll darauf hinweisen, dass Gemeineigentum nicht verkäuflich ist.

Bündnis Stadt von Unten hierzu:

Wir gehen davon aus das wir nicht nur symbolisch das höchste Gebot bieten, denn Inhalte sind nicht durch millionenenschwere Geldkoffer aufzuwiegen.

Denn wenn wieder im Höchstpreisverfahren ein Grundstück der öffentlichen Hand profitorientiert verkauft wird, bedeutet das noch mehr Eigentumswohnungen und hochpreisige Mietwohnungen, die für die Mehrheit der BerlinerInnen unbezahlbar sind. Davon gibt es genug. Berlin braucht stattdessen preiswerten Wohnraum.

Für diese Ziele hat sich das „Bündnis Stadt von Unten“ gegründet, bestehend aus MieterInnen, stadtpolitischen Initiativen und (Haus)Projektgruppen, sowie Kulturschaffenden, Gewerbetreibenden und vielen mehr.

Das Bündnis setzt sich ein für Stadtentwickung, für Neubau – aber er muss bezahlbar, nachhaltig und langfristig abgesichert sein. Bund, Senat und Bezirk müssen Verantwortung für eine soziale Wohnraumversorgung übernehmen. Die Stadtgesellschaft hat Lösungsvorschläge, aber es braucht den politischen Willen sie umzusetzen.

So mobilisiert das Bündnis aktuell gegen die Vergabe des Geländes zum Höchstpreis und hat gleichzeitig damit begonnen, ein Modellprojekt zu entwickeln, für eine Stadtentwicklung von unten mit langfristiger Perspektive. Im Vordergrund sollen dabei die Interessen der NutzerInnen des Geländes stehen, nicht die Interessen von Investoren.

Das „Bündnis Stadt von Unten“ setzt sich dafür ein, dass auf dem Gelände Wohnungen, kieznahes Kleingewerbe und Ateliers, kulturelle Orte und soziale Infrastrukturen sowie gemeinschaftlich organisierte Räume entstehen – unter Berücksichtigung historischer und denkmalpflegerischer Aspekte, und zu wirklich sozialen Mieten.

Das Gelände war öffentlich, ist öffentlich und muss öffentlich bleiben! 

Unser Flyer zum Bündnis als .pdf

Zum Dragonerareal

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hatte 2012 das im Bebauungsplan als Gewerbegebiet ausgewiesene 4,7 ha große ehemalige Kasernenareal hinter dem Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg meistbietend für ca. 21 Mio. an den Investor ABR German Real Estate verkauft. Dieser plante für das Gelände hochpreisige Eigentumswohnungen, Genossenschaftsbauten und Neubau durch Baugruppen.
Damit das Gelände von profitorientierten Investoren entwickelt werden kann, hätte durch einen Aufstellungsbeschluss, eine Bebauungsplanänderung eingeleitet werden müssen. Weil der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg diesen nicht aufstellen wollte, trat im Januar die German Real Estate vom Kauf zurück.
Im Rahmen von Beteiligungsverfahren wurden von den anwesenden AnwohnerInnen und der Bezirkspolitik massive Zweifel am Versprechen „bezahlbarer” Wohnungen durch einen Privatinvestor geäußert. Trotz dieser Einwände hat die BImA das Gelände nun erneut im Höchstbieterverfahren ausgeschrieben. Stichtag für die Abgabe von Angeboten ist der 31.07.2014!

2014-07-31-Wirbieten100prozent

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