Ausgangssituation: Eine Gruppe von Kunst- und Kulturschaffenden hatten das ehemalige Altersheim entdeckt, um dort bezahlbare Arbeitsräume und einen Ort des Austauschs zu schaffen. Aufgrund zunehmender ‘Asylbewerberzahlen’ brauchte die Regierung dringend Unterkünfte und beabsichtigte das gleiche Ge-bäude dafür zu nutzen. Die Eigentümerin war die Diakonie. Sie hatte keine konkrete Verwendung für das Objekt, nur Kosten wegen des Leerstands. Die Gruppe hat daraufhin das Konzept Grandhotel Cosmopolis entwickelt, das künstlerische Aneignung eines Ortes mit einer selbstverwalteten Gemeinschafts-Unterkunft verbinden und dadurch eine produktive Verknüpfung unterschiedlicher Interessen ermöglichen sollte. Die Diakonie stellte das sanierungsreife Objekt drei Jahre mietfrei zur Verfügung. Die Gruppe renovierte das Objekt (erstmal nur mit Genehmigung zur Nutzung als Altersheim), begann ein baurechtlich tragfähiges Umbau und Nutzungskonzept in Selbstorganisation, aber auch mit Firmen und Fachpersonen zu erarbeiten und startete den Organisierungsprozess. Das Projekt gewinnt immer mehr Anerkennung und die Finanzierungsstruktur entwickelt sich durch die prozesshafte Einbindung unterschiedlicher Akteuren weiter. Seit 2014 zahlt das Grandhotel monatlich Miete an dıe Eigentümerin. Der Regierungsbezirk ist die Mieterin der Bereiche der Asylbewerber*innen-Unterkunft. Die Diakonie finanzierte auch anteilig die Renovierungskosten. Dazu kommen die Einnahmen der Hotelgäste und die Ateliermieten. Eine Selbstverwaltung der Gemeinschafts-Unterkunft war aus verwaltungsrechtlichen Gründen nicht möglich, ebenso keine individuelle Möblierung der Zimmer durch die zukünftigen Bewohner*innen mit Hilfe von gesammelten Sachspenden.