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	Kommentare zu: 27. Februar 2015: Ausstellungseröffnung &#8222;Projekt X-berg, kollektive Perspektiven.&#8220;	</title>
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	<description>selbstverwaltet und kommunal</description>
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		Von: ORIGINAL TINTENFISCH		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ORIGINAL TINTENFISCH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2015 16:49:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine soziale und nachhaltige Stadtentwicklung! Wer kann etwas dagegen haben? Insofern kann die Ausstellung eigentlich gar nicht anders, als genau ins Schwarze zu treffen.

Was dabei allerdings nicht gefragt wird, wie eine Stadtentwicklung auszusehen hat, die auf einen anhaltenden Bevölkerungswachstum von ca. 40.000 - 50.000 / Jahr reagieren soll. Langfristig kann die Lösung eigentlich nur sein, dass die Stadt sich ins Umland ausdehnt - so wie es früher schon war, als Berlin seine heutige Form annahm (auch Kreuzberg).

Abgesehen von den planerischen und administrativen Hürden, die mit einer Ausdehnung ins Umland verbunden sind, stellt sich auch die Frage nach den Kosten des Infrastrukturausbaus. Neben den öffentlichen Investitionen in das Verkehrsnetz, Schulen usw, sind es auch noch die Investitionen in Clubs und Kneipen, Szeneläden, die notwendig wären, um annähernd ähnliche Lebensverhältnisse wie in X-Berg zu schaffen. Von den Investitionen in Arbeitsplätze ganz zu schweigen.

In diesem Sinne scheint diese Idee von einer sozialen und nachhaltigen Stadtentwicklung eher auf der Vorstellung zu basieren, dass die Nutzung von Stadt fast beliebig intensiviert werden kann, und dass Fläche und Infrastruktur fast beliebig zu Verfügung stehen. Das Problem der Grünflächen, die für Bebauungszwecke vernichtet werden, ist dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Falls das jetzige Bevölkerungswachstum tatsächlich einem langfristigen Trend einer Verstädterung entspricht, dann ist die Vorstellung einer beliebig intensiv nutzbaren Stadt wohl nicht realistisch. Eher scheint sich dahinter eine Nutzungskonkurrenz um die  dichte und wertvolle innerstädtische Infrastruktur zu verbergen. Wieso diese Konkurrenz öffentlich nicht thematisiert wird, ist nicht Gegenstand der Ausstellung. Auch nicht, weshalb derartige Projekte nicht im Umland oder am Stadtrand geplant sind. 

Insgesamt scheint die Ausstellung dafür zu stehen, wie interessengeleitet verkannt wird, dass die Gesamtheit Stadt als Allmende übernutzt werden kann. Eine wirklich soziale und nachhaltige Stadtentwicklung braucht daher die Aufstellung von Regeln, um eine solche Uebernutzung zu vermeiden. Wenn das nicht auf eine unrealistische Zuzugsbeschränkung hinauslaufen soll, dann braucht es die Ausdehnung der Stadt. Insofern ist die Ausstellung eine Ablenkung von den zentralen Problemen der Stadtentwicklung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine soziale und nachhaltige Stadtentwicklung! Wer kann etwas dagegen haben? Insofern kann die Ausstellung eigentlich gar nicht anders, als genau ins Schwarze zu treffen.</p>
<p>Was dabei allerdings nicht gefragt wird, wie eine Stadtentwicklung auszusehen hat, die auf einen anhaltenden Bevölkerungswachstum von ca. 40.000 &#8211; 50.000 / Jahr reagieren soll. Langfristig kann die Lösung eigentlich nur sein, dass die Stadt sich ins Umland ausdehnt &#8211; so wie es früher schon war, als Berlin seine heutige Form annahm (auch Kreuzberg).</p>
<p>Abgesehen von den planerischen und administrativen Hürden, die mit einer Ausdehnung ins Umland verbunden sind, stellt sich auch die Frage nach den Kosten des Infrastrukturausbaus. Neben den öffentlichen Investitionen in das Verkehrsnetz, Schulen usw, sind es auch noch die Investitionen in Clubs und Kneipen, Szeneläden, die notwendig wären, um annähernd ähnliche Lebensverhältnisse wie in X-Berg zu schaffen. Von den Investitionen in Arbeitsplätze ganz zu schweigen.</p>
<p>In diesem Sinne scheint diese Idee von einer sozialen und nachhaltigen Stadtentwicklung eher auf der Vorstellung zu basieren, dass die Nutzung von Stadt fast beliebig intensiviert werden kann, und dass Fläche und Infrastruktur fast beliebig zu Verfügung stehen. Das Problem der Grünflächen, die für Bebauungszwecke vernichtet werden, ist dabei noch gar nicht berücksichtigt.</p>
<p>Falls das jetzige Bevölkerungswachstum tatsächlich einem langfristigen Trend einer Verstädterung entspricht, dann ist die Vorstellung einer beliebig intensiv nutzbaren Stadt wohl nicht realistisch. Eher scheint sich dahinter eine Nutzungskonkurrenz um die  dichte und wertvolle innerstädtische Infrastruktur zu verbergen. Wieso diese Konkurrenz öffentlich nicht thematisiert wird, ist nicht Gegenstand der Ausstellung. Auch nicht, weshalb derartige Projekte nicht im Umland oder am Stadtrand geplant sind. </p>
<p>Insgesamt scheint die Ausstellung dafür zu stehen, wie interessengeleitet verkannt wird, dass die Gesamtheit Stadt als Allmende übernutzt werden kann. Eine wirklich soziale und nachhaltige Stadtentwicklung braucht daher die Aufstellung von Regeln, um eine solche Uebernutzung zu vermeiden. Wenn das nicht auf eine unrealistische Zuzugsbeschränkung hinauslaufen soll, dann braucht es die Ausdehnung der Stadt. Insofern ist die Ausstellung eine Ablenkung von den zentralen Problemen der Stadtentwicklung.</p>
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